
Die Eiszeit live erleben – ein faszinierendes Naturschauspiel!
Das Wattenmeer der Nordsee. Unendliche Weiten. Naturgewalten, Mensch und Tier formen dieses Stück Erde seit mehreren Jahrtausenden. Noch immer verändert es jeden Tag sein Gesicht. Die hiesige Wattenlandschaft, die sich von den Niederlanden bis nach Dänemark erstreckt, bildet das größte Wattenmeer der Welt und zugleich den größten Nationalpark Westeuropas.
Im Wattenmeer gibt es trotz der rauen Umweltbedingungen rund 10.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Und über das Jahr verteilt brüten und rasten hier mehr als zehn Millionen Wat- und Wasservögel. In seiner Größendimension ist das Wattenmeer das einzige Watten- und Inselküstensystem der Welt mit gemäßigtem Klima und einem derartigen Reichtum an Leben. „Watt“ bezeichnet den Grund der Nordsee, der zweimal am Tag bei Ebbe trocken liegt und stark durch die Gezeitenströmung beeinflusst wird.
Will man noch heute ein Gefühl dafür bekommen, was während der letzten Eiszeit geschehen ist, genügt ein Ausflug ins Watt. Verschiedene Landschaftstypen gibt es hier zu entdecken, die fließend ineinander übergehen. Das Zusammenspiel von Ebbe und Flut, Wind, Sandtransport und Lebewesen schafft ein einmaliges Ökosystem, das es zu bewahren gilt.
Erdgeschichtlich betrachtet ist das Wattenmeer eine sehr junge Landschaft. Vor rund 10.000 Jahren schmolzen die Gletscher der Weichseleiszeit ab. Dadurch stieg der Meeresspiegel an. In diesem Zuge veränderte sich allmählich die Nordseeküste. Das Festland wurde überschwemmt und neue Sedimente (Ablagerungen) wurden in die Region getragen. Diese setzten sich über den damals typischen Mooren, Sümpfen und Bruchwäldern ab. An manchen Stellen riss das Meer auch Land mit sich. Der Wechsel von Abtragung und Ablagerung bildete in den vergangenen rund 7.000 Jahren das heutige Wattenmeer.
Begleiten Sie uns in diese einzigartige, schützenswerte Landschaft!



